Materialprüfung Schweiz
Die Materialprüfung in der Schweiz ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung für Unternehmen in regulierten Branchen. Insbesondere in Bereichen wie Bahntechnik, Druckgerätebau, Luft- und Raumfahrt oder sicherheitsrelevanten Industrieanwendungen gelten hohe Anforderungen an Werkstoffe, Fertigungsprozesse und deren Nachweisbarkeit.
Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfverfahren
Zerstörende Prüfverfahren wie Zugversuche, Härteprüfungen oder Kerbschlagbiegeversuche liefern verlässliche Kennwerte zur Beurteilung der mechanischen Eigenschaften von Werkstoffen.
Zerstörungsfreie Prüfverfahren ermöglichen die Fehlererkennung ohne Beeinträchtigung des Bauteils:
- VT – Sichtprüfung
- PT – Farbeindringprüfung
- MT – Magnetpulverprüfung
- ET – Wirbelstromprüfung
- UT – Ultraschallprüfung
- RT – Durchstrahlungsprüfung / Röntgen vor Ort
- CT – Computertomografie
Mikroskopische und chemische Materialuntersuchungen
Makro- und mikroskopische Untersuchungen ermöglichen die Analyse von Gefüge, Schichtdicken, Korrosion und Wärmeeinflusszonen. Ergänzend dient die chemische und metallurgische Werkstoffanalyse mittels optischer Emissionsspektrometrie (OES) der Werkstoffidentifikation und Legierungsprüfung.
Schadensanalyse, Verfahrensprüfungen und Schweissqualifizierung
Schadensanalysen liefern fundierte Erkenntnisse zur Ursachenklärung bei Bauteilversagen. Verfahrensprüfungen sowie die Qualifizierung von Schweissverfahren stellen sicher, dass Fertigungsprozesse den geltenden Normen und Vorschriften entsprechen.
Mobile Prüfverfahren und Logistikservices
Mobile Prüfverfahren ermöglichen Prüfungen direkt vor Ort und reduzieren Stillstandszeiten. Ergänzend stehen Services wie SVTI-Umstempelung sowie ein Shuttle-Service mit Bring- und Abholdienst für Laborprüfungen zur Verfügung.